Sie kam, siegte und trat ab.
Keine Geschenke zum Abschied: In einem spannenden Schlagabtausch zum Ende ihrer Karriere ist Regina Halmich von Hagar Shmoulefeld Finer (Israel) voll gefordert worden. Die Deutsche wankte, aber sie fiel nicht - und tritt damit als Weltmeisterin ab.
Regina Halmich verteidigte unter dem Jubel von 7500 Fans in Karlsruhe ihren WM-Titel des Verbandes WIBF im Federgewicht gegen die Israelin Hagar Shmoulefeld Finer erfolgreich und trat wie angekündigt anschließend vom Profisport zurück. Die 31-Jährige bezwang ihre Gegnerin in einem offenen Schlagabtausch nach zehn Runden nach Punkten.

Ich will nun nicht behaupten, daß ich ein Boxfreund bin, das nun auch wieder nicht, aber gelegentlich kann man schon mal zuschauen. Diesen Kampf konnte ich aber wegen der Arbeit nicht schauen. Da hat mein Chef seinen Kampf um meine Anwesenheit klar nach Punkten gewonnen.
Ob Frauenboxen auch unbedingt empfehlenswert ist, lasse ich auch mal dahingestellt. Aber eines muß man Regina Halmich lassen: Saubere Kämpfe. Da reiht sie sich in die Riege von Henry Maske und Sven Ottke mit ein.
Als sie 1994 ihren ersten Kampf hatte, war Frauenboxen in Deutschland noch verboten. Sie boxte damals für den amerikanischen Verband WBF. Über ihre Freunde und Kollegen sagte sie, daß sie auch nicht unbedingt Freunde des Frauenboxens seien. "Aber sie sind trotzdem meine Freunde. Sie müssen meinen Sport nicht lieben. Sondern nur das anerkennen und respektieren, was ich tue."
Nach ihrer Profikarriere beabsichtigt sie, eine Moderatorenausbildung zu machen. Sie hat einen Vertrag als Co-Moderatorin für die "Pro7 Fight Night". Also, lieber Stefan Raab, aufgepaßt, daß Du nicht wieder so ausschaust:

Persönlich wünsche ich ihr viel Erfolg. Hat sie doch in ihrer Karriere für gute Unterhaltung gesorgt.
Von ihren Werbefotos

jetzt mal abgesehen. Oder auch gerade deshalb.
Hartmut